Archiv für die Kategorie „Schausteller“
Cranger Kirmes
Herne, 10.08.2010, Ralf Birkhan

Ob die Boxen tatsächlich aus Looooondonnn kommem, oder doch eher aus einem Box-Verein in Recklinghausen, spielt keine Rolle, denn sie sieht so oder so aus wie eine Burg auf zwei Beinen. Fotos: Monika Kirsch / WAZ FotoPool
Muhammad Ali trägt einen weißen Bademantel und schaut in den Spiegel. Aber Ali ist nicht echt, er ist nur eine Illusion auf der Seitenwand der Boxbude. Charly Schultz trägt ein sandfarbenes Jackett und seine Abendfrisur; er hat die Haare des kurzen Zopfes vom Nachmittag über die lichteren Stellen am Kopf hochgekämmt. Charly Schultz ist echt. Ihm gehört die Boxbude „Fight Club“ auf der Cranger Kirmes.
Um den Chef herum tänzeln seine Boxer über die Bühne vor dem Zelt. „Aus Paris kommen sie“, dröhnt Schultz ins Mikrofon. „Und aus London.“ Bei Schultz klingt das wie „Looondonnn!“ Schultz muss als Kind in einen Zuber mit Sprachgewalt gefallen sein, seine Stimme übertönt das Rattern der Achterbahn und erwischt jedes Ohr. Die Menschen bleiben stehen. „Traut sich einer von euch gegen meine Jungs in den Ring?“
Wer den Mann, den Schultz als Jacob Bugner aus London vorstellt, zu Boden schlägt, kassiert 50 Euro. „Bar auf die Hand, ich zahle Diesen Beitrag weiterlesen »
Von Hannes Schmitz

Düren. Gestresst wirken sie nicht, vielmehr sind sie von einer entwaffnenden, offenen Fröhlichkeit. Die Frage nach dem harten Schaustellerleben haben Roswitha Breuer, Fränzi Cremer und Käthe Cremanns erwartet.
Einfach sei es nicht immer, sagen die Frauen. Aber ihre Entscheidung, mit ihren Männern im Sommer auf Kirmesplätzen und zum Jahresende auf Weihnachtsmärkten zu leben, hätten sie nie bereut. Ein anderes Leben könnten sie sich nicht vorstellen, obwohl angesichts der härter werdenden wirtschaftlichen Situation sich so manche Nachdenklichkeit einstelle.
Ständig steigende Kosten, der härter werdende Konkurrenzkampf um Standplätze, starke Umsatzeinbußen im ersten Halbjahr durch die Sommerhitze und Fußball-WM – das alles bringt die drei Schaustellerfrauen schon ins Grübeln. «Aber es wird weiter gehen», blicken sie optimistisch in die Zukunft. Schließlich sind sie «Vollblutschaustellerinnen», die so leicht nichts aus der Ruhe bringt.
Bert Cremer, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, ist voller Lob über die Schaustellerfrauen: «Sie sind das Rückgrat jedes Betriebes.» Leicht amüsiert nehmen Ehefrau Fränzi und Roswitha Breuer das Kompliment an. Letztere bringt ihr Leben am Arbeitsplatz Kirmes selbstbewusst auf den Punkt: «Mein Mann ist der Macher, ich bin der Denker.»
Ein «logistisches Unterfangen» sei es, Familie, Haushalt und Geschäft unter einen Hut zu bekommen. Wie alle Schaustellerfrauen wirkt sie eher hinter den leuchtenden Kulissen, jammert nicht über Mehrfachbelastungen, sondern packt an. Sie kümmert sich ebenso wie ihre Kolleginnen um den Haushalt, wird zur Managerin, zum Beispiel wenn es um Bestellungen für den Betrieb geht. Nicht zu vergessen die Kindererziehung, die in jungen Jahren eine wichtige Rolle spielte.
Heute sind ihre beiden Söhne erwachsen. Mit einem leichten Schaudern denkt sie aber an die Zeit zurück, als die beiden Jungen eingeschult wurden. Mit ihrem Mann hatte sie entschieden, dass ihre Kinder eine «feste Schule» und nicht an jedem Standort eine neue Schule besuchen sollen, wie es in früheren Jahren üblich war. Allerdings denkt Roswitha Breuer, die aus Aachen-Oberforstbach stammt, mit Grausen an die anfänglichen Vorurteile gegenüber Schaustellerkindern zurück. «Sie waren immer die Bösen», erinnert sie sich.
Reisen im Wohnwagen lag Roswitha Breuer schon immer im Blut. Auf einem Bauernhof ist sie groß geworden, Turnierpferde waren ihr Leben. Und so fiel ihr der Wechsel in den Schaustellerwohnwagen, der ihr «Arbeitsplatz und Liebesnest» ist, nicht schwer, wie sie sagt. Allerdings brauchte es rund 15 Jahre, bis sie von der Schaustellerfamilie anerkannt wurde und später zur ehrenamtlichen Kassiererin im Schaustellerverband «aufstieg».
Fränzi Cremer weiß, wovon ihre Kollegin spricht. Sie hat zwei Kinder im Alter von sechs und elf Jahren. Auch sie zählt zu den Improvisationstalenten. Als Säuglinge schliefen die Kinder manchmal im Kassenhäuschen, bei Roswitha Breuer war es in den Anfangsjahren der Raupenwagen, der zur Schlafstatt wurde. Die Kinder sind trotz aller anderen Verpflichtungen der Mittelpunkt.
Fränzi Cremer stammt aus einer Schaustellerfamilie, kennt das zeitweise rastlose Leben. Aufbauen, Abbauen, die Weiterfahrt zum nächsten Standort in der Nacht. Ihren Mann lernte sie auf dem Kirmesplatz kennen, als dieser sich ständig in der Nähe ihres Geschäfts aufhielt. 1996 war das, ein Jahr später heirateten sie. Zusammen betreiben sie ein Kinderkarusell. Auch sie hat keine Mühe, das Leben hinter dem Kirmesrummel in geordnete Bahnen zu lenken.
Seit 61 Jahren steht Käthe Cremanns hinter der Theke ihres Süßwarengeschäfts, das mittlerweile ihre Tochter und der Schwiegersohn führen. Sie ist recht schweigsam, erzählt nur kurz von der Entwicklung vom «Büdchen» 1949 zur «Bude» und schließlich zum modernen Geschäft. Aber eins lässt auch Käthe Cremanns ganz deutlich erkennen: Ein anderes Leben als das der Schaustellerin hätte sie sich wie Roswitha Breuer und Fränzi Cremer nie vorstellen können.
Rottweil
Geheimnis liegt in der Zuckermischung

Von Stefanie Siegmeier
Rottweil. Wenn heute das Rottweiler Volksfest auf dem Festplatz bei der Stadthalle seine Pforten öffnet, hat Claus Benda einen großen Teil seiner Arbeit bereits hinter sich. Benda brennt Mandeln – und das mit Leidenschaft. Wiener Mandeln, Vanillemandeln, Mandeln mit Chili oder Kokos, aber auch verschiedene Nüsse wie Pecan, Cashew, oder Macadamia werden von Benda “veredelt”. Etwa 100 Kilo Mandeln und Nüsse benötigt Benda während des Volksfestes – und natürlich Zucker. Und darin liegt bereits das Geheimnis. Denn Benda brennt Mandeln mit normalem Haushaltszucker und Mandeln mit einer Zuckermischung. “Mein Zucker wird vor dem Brennen noch veredelt”, verrät er. Und so gelingt es, gebrannte Mandeln mit weniger Zucker herzustellen, die dennoch süß schmecken.
Das Mandelbrennen hat in der Familie Benda Tradition. Bereits die Eltern von Claus Benda waren Schausteller, hatten einen Imbiss und Süßwaren, zeitweise auch ein Fahrgeschäft. Heute gibt es nur noch die Süßwaren der Familie, die mittlerweile seit 35 Jahren auf dem Volksfest in Rottweil angeboten werden. Seit neun Jahren hat sich Claus Benda ganz der Schaustellerei verschrieben. Zurück in sein früheres Leben möchte der gelernte Fahrzeuglackierer nicht. Bereits als Zwölfjähriger war er mit seinen Eltern auf Reisen und hat die Arbeit kennen, schätzen und lieben gelernt. Doch seine Eltern hätten darauf bestanden, dass er “etwas Richtiges” lerne. So absolvierte er eine Lehre zum Fahrzeuglackierer.
Geregelten Arbeitszeiten, Wochenenden und Urlaub kehrte er schließlich aber doch den Rücken und verschrieb sich ganz der Schaustellerei. “Man hat zwar dann kein Wochenende mehr, aber Freunde hat man auf der Reise und die Tage kann man sich selbst gestalten. Man sieht mal andere Städte und lernt neue Menschen kennen”, zählt der 46-Jährige auf, was er an der Schaustellerei so schätzt.
Dies bestätigt auch die Organisatorin des Rottweiler Volksfestes, Michaela Birkeneder: “Wer Schausteller ist, ist dies mit Leib und Seele. Sonst kann man das nicht machen.” Immerhin sind in diesem Jahr wieder 13 Schaustellerfamilien auf dem Volksfest vertreten und locken das Publikum mit diversen Fahrgeschäften, Spaß und Spiel sowie Süßwaren und einem Imbiss.
Claus Benda ist mit seiner Frau Monika und seinen beiden Töchtern, der 13-jährigen Ann-Cathrin und der elfjährigen Marie-Celine, angereist. Den Mädels macht das Reisen viel Spaß.
Das Volksfest dauert bis zum 15. August und ist täglich von 14 bis 23.30 Uhr geöffnet. Am heutigen Freitag gibt es bei Einbruch der Dunkelheit ein Eröffnungsfeuerwerk. Ein zweites Feuerwerk steht dann am Freitag, 13. August, auf dem Programm, ebenfalls bei Einbruch der Dunkelheit. Am Mittwoch und Donnerstag ist Kindertag.
So hat Michaela Birkeneder, die Enkelin von Emma Weeber, die das Volksfest in Rottweil vor 51 Jahren erstmals organisierte, auch in diesem Jahr wieder eine hübsche Mischung verschiedener Fahrgeschäfte vom Kinderkarussell über den Babyflug bis zum Autoscooter organisiert, so dass Jung und Alt dort gut verweilen können.
Freie Fahrt für Miss Piggy
Von Claus Boelen-Theile, 06.08.10, 07:06h
Kein Fahrgeschäft auf Gladbachs Kirmes wird so häufig zitiert wie die „Schweinchenbahn“. Im Konzept des „Kirmes-Rundlaufs um den Bergischen Löwen“ von Burkhardt Unrau spielen ihr Standort und der Erhalt des bestehenden Forum-Parks eine zentrale Rolle.
Rosige „Prominenz“ in der Schweinchenbahn – manchmal fährt „Miss Piggy“ mit. Besitzer Frank Jackmuth hat alles poliert. (Fotos: Daub)
Die Bahn ist blitzblank poliert, alle Schweinchen glänzen. Schausteller Frank Jackmuth schaut zufrieden auf seine Anlage, ab Samstag werden sich hier die Kleinen drängeln. Und alle wollen sie nur das eine: eine Runde auf der Schweinchen-Bahn drehen.
Autoscooter, Achterbahn oder Hochgeschwindigkeitskarussell sind sicher auch ganz nett auf der Gladbacher Laurentiuskirmes. Aber den größten Charme auf der Kirmes hat der Schweinchen-Zug. Miss Piggy, das Vorzeigeschwein aus der Muppets-Show, fährt auch mit. Normalerweise gehört sie wie ihre Kollegen Ernie und Bert und die anderen Muppets zur Kulisse. Die quiekende Schweinedame mit dem wallenden Haar hat für den BLZ-Fotografen ausnahmsweise mal als Fahrgast Platz genommen. Ihr gefälltäs.
Wie wird man Schweinchenbahn-Schausteller? „Mit 17 habe ich diese Bahn gekauft“, erinnert sich Frank Jackmuth, der aus einer alten Schaustellerfamilie stammt. Jetzt ist Jackmuth 43, und die Schweinchen-Bahn besitzt er noch immer. Sie ist zu seinem Lebensinhalt geworden. Dass die Bahn (Baujahr 1970) anfangs noch Santa-Fe-Express hieß und durch den Wilden Westen fuhr, erzählt Jackmuth. Und von der Idee, sie im Muppets-Stil herzurichten. Dafür habe er sogar die hochoffizelle Genehmigung vom Bruder des Muppets-Erfinders Jim Henson bekommen.
„Die meisten Kinder wollen im ersten Wagen sitzen oder im letzten“, berichtet Jackmuth. Vorne wegen der guten Sicht auf den Platz, hinten weil das Heck des kleinen Zugs immer ganz weit ausschert. Es gebe aber auch Kinder, die alle Wagen ausprobierten.
Das Miteinander mit den Kindern liebt der Schausteller. „Die Mütter, die heute ihre Kinder in die Bahn setzen, sind früher selber damit gefahren.“ Auf der Laurentiuskirmes ist Jackmuth mit seinem Sommerprogramm: Bunte Häuschen für die Kulisse, viele Blumen und eine Windmühle. Ab Samstag blubbern Seifenblasen aus den Fenstern, das ist der Clou. „Wenn keine Seifenblasen kommen, hagelt es Beschwerden.“
Seit Ende der achtziger Jahre kommt er auf die beiden Gladbacher Kirmessen im Frühjahr und Sommer. „Hinten in Gronau war ich auch mal, das war ganz früher.“ Das erste Mal im Forum-Park sei die Schweinchenbahn sogar um die kleine Wasser-Anlage herumgetuckert. Weil sonst keiner der Schausteller dahin wollte, habe er den Platz ganz allein gehabt. „Dann haben alle gemerkt, dass das ein guter Platz ist und die Besucher kommen.“ Das war die Geburtsstunde des berühmten Gladbacher Kirmes-Rundlaufs. Heute hat Jackmuth seinen festen Platz hinter dem Bergischen Löwen, die Schausteller gegenüber mit ihren Großgeschäften nehmen Rücksicht. „Da wird tagsüber die Musik einen Tick leiser gestellt“, sagt er. Abends, wenn die Schweinchen und die Muppets schlafen, wird’s dann was lauter.
Die “Größte Kirmes am Rhein” in Düsseldorf beginnt
Zum Schausteller geboren
Von Isabelle De Bortoli
Der Großvater baute 1896 ein Riesenrad – und seitdem ist die ganze Familie auf Jahrmärkten unterwegs. Die Bruchs aus Düsseldorf sind eine der ältesten deutschen Schaustellerfamilien. Das große “B” leuchtet auch auf der Rheinkirmes in Düsseldorf, die am Samstag beginnt.

30 verschiedene Attraktionen allein in den vergangenen 35 Jahren – innovative Fahrgeschäfte sind das Credo der Schaustellerfamilie Bruch. “Wenn sich andere Kinder einen Puppenwagen oder eine Eisenbahn wünschten, war für mich immer eine Achterbahn das große Diesen Beitrag weiterlesen »

Autoscooter als Familienbetrieb: Wilbert Strothenke ist auf den Jahrmärkten und Festen der Region aufgewachsen. Schon seine Eltern und Großeltern waren Schausteller. Foto: Martin
Dinklage (jm) – Ein Leben auf dem Rummel – für Wilbert Strothenke ist das Alltag. Er ist von Beruf Schausteller. Seit vielen Jahren ist er mit seinem Autoscooter auch auf der Dinklager Kirmes zu Gast. Vor dem Startschuss am Samstagnachmittag gibt es für viel Arbeit.
Etwa zwei Tage baut Diesen Beitrag weiterlesen »

Peter Buhmann mit seinen Töchtern Emily und Leeanne. Foto: Kunz
Schon sein Urgroßvater war als Schausteller auf Jahrmärkten unterwegs. Sein Opa ebenso. Sein Vater ist es immer noch. Und mit seinen Kindern Bernard, Emily und Leeanne wächst vielleicht schon die fünfte Generation einer Schausteller-Familie heran, die in den Kreisen des “fahrenden Volks” einen guten Namen hat: Buhmann. Da lag es auch für den kleinen Peter schon nahe: “Ich wäre nie auf die Idee gekommen, was anderes zu werden als Schausteller.” Diesen Beitrag weiterlesen »
Erika Dreher und der erste Break-Dance: Wie eine Legende entsteht !
Lehe. „Der Beruf Schausteller ist schwieriger als er aussieht. “ Das stellte Christian Uhse, Inhaber des Karussells Krake, gleich zu Anfang seiner gestrigen Führung klar. 20 Lesern der NORDSEE-ZEITUNG verschaffte er einen Blick hinter die Kulissen des Bremerhavener Frühjahrsmarkts. Sie hatten die Führung bei einer NZ-Aktion gewonnen – und bekamen Überraschendes zu hören. Von Daniel Wehner

Mit Eifer dabei : Christian Uhse berichtet NZ-Lesern von den Herausforderungen seines Geschäfts. Foto ls
Denn Uhse holte schnell die Meinung seiner Gäste ein. „Was glauben Sie, wie viel kostet ‚die Krake‘?“ 500 000 oder eine Million Euro? Diesen Beitrag weiterlesen »
Ehepaar Gisela und Detlef Schau seit fast 40 Jahren auf dem Rotenburger Jahrmarkt immer dabei
Einer Familientradition gefolgt
Rotenburg – ROTENBURG (go) · Das Ehepaar Gisela und Detlef Schau aus Nienburg an der Weser lernte sich vor genau 38 Jahren auf dem Jahrmarkt kennen. Beide kommen aus traditionsreichen Schaustellerfamilien. Als Amors Pfeil sie dann vor fast vier Jahrzehnten mitten ins Herz traf, beschlossen sie, zu heiraten und sich gemeinsam eine Zukunft aufzubauen.

Das Ehepaar Gisela und Detlef Schau freuen auf die Kinder.
Volksfest: Den Köhler-Schwestern wurde der Rummel in die Wiege gelegt / Gerne geben sie die Begeisterung an den Nachwuchs weiter
Seit Generationen auf dem Volksfest
Von Melanie Marnet
Ein Leben zwischen Fahrgeschäften und Imbissbuden: Sylvia Nier (44) und ihre Schwester Viola Köhler (42) sind Teil einer traditionsreichen Mannheimer Schaustellerfamilie und schon die fünfte Generation auf dem Volksfest. “Die meisten Kinder aus Schaustellerfamilien heiraten wieder Schausteller und setzen die Tätigkeit fort”, sagen die beiden und können sich ein Leben außerhalb des Rummels gar nicht vorstellen. “Hier geht es viel familiärer zu”, schwärmt Sylvia Nier, “wir leben noch ein Diesen Beitrag weiterlesen »
Hille (hy). Wenn es Nacht wird auf dem Hiller Markt, kommt auch Familie Weber in ihrem Campingmobil endlich zur Ruhe. Doch schon am nächsten Tag geht der Trubel weiter.
Elfriede Weber an ihrem Lieblingsplatz:
In der Sitzecke ihres Campingmobils
fühlt sie sich am wohlsten. | MT-Foto: Hyna
Elfriede Weber und ihr Mann Josef betreiben das Kinderkarussell, das zum Marktgeschehen einfach dazugehört. Seit wann sie das machen? So ganz genau weiß sie es nicht, aber gut 50 Jahre mögen es wohl sein, glaubt sie. Die Herforderin hat bereits ihren 80. Geburtstag gefeiert, doch das sieht man ihr nicht an. Aufhören? Kommt nicht infrage, “ich arbeite, bis ich umfalle.” Und das kann noch eine ganze Weile dauern, denn: “Ich habe mir vorgenommen, 100 zu werden.” Das glaubt man ihr aufs Wort. Diesen Beitrag weiterlesen »
Entwicklung der Jahrmarktstechnik: Beispiel einer Schausteller-Familie

NÜRNBERG – Wenn Rudi Bausch (69) zum abendlichen Schausteller-Stammtisch durchs Volksfest bummelt, kommt er an markanten Stationen seiner Familiengeschichte vorbei. Gleich drei große Karussellanlagen haben einst seine Vorfahren und später er selbst in die Noris gebracht – und alle sind zu einem Stelldichein beim Nürnberger Frühlingsfest versammelt: Toboggan, Ranger und Top-Spin.
Rudi Bausch blättert in den Familienalben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Vom Kirmesvirus infiziert
Der Herr der Ringe singt wie Sinatra

Karl Römer – genannt Karlemann – ist ein waschechter Schausteller. Und damit nicht genug: Der 50jährige zieht nicht nur mit seinem Ringwerf-Stand von Kirmes zu Kirmes – er kann auch noch singen wie Frank Sinatra und improvisiert wie ein Varieté-Künstler. Eine CD hat der Herr der Ringe auch schon aufgenommen.
Wenn nach 24 Uhr die Diesen Beitrag weiterlesen »
Damit die Raupe funkelt – Arno Heitmanns Disco-Jet
Von Tilman Abegg am 5.03.2010 00:07 Uhr
MÜNSTER Die Heitmanns sind Schausteller, schon seit fast 180 Jahren. Beim Send hat Arno Heitmann (34) sechs Tage Zeit, um seinen Disco-Jet aufzubauen. Reicht das für eine Kirmes-Attraktion, bei der allein 15.000 Lampen geputzt werden müssen?
Der Strom vird verstöpselt.
Foto: Tilman Abegg
Das Dach hängt auf Halbmast, die Graffiti-Giebel sind ausgeklappt. Zwischen matten Lämpchenreihen glitzern Wasserperlen. Dienstagmorgen. Am Samstag muss der Disco-Jet funkeln. Diesen Beitrag weiterlesen »
Forster Schausteller starten in den Frühling
Forst Auch wenn am Donnerstag noch Schneeschauer durch Forst trieben: Am morgigen Samstag will die Forster Schaustellerfamilie Krämer die Saison für die Fahrgeschäfte eröffnen – natürlich in der Heimatstadt. Die Winterpause ist zu Ende.
Gestern noch Schneetreiben, ab Samstag ist Sonne gefragt. Dann starten die Forster Schausteller in den Frühling. Lothar Krämer ist der Organisationschef am Haag. Foto: André Kurtas
Seit Donnerstagvormittag herrscht emsiges Treiben auf dem Platz zwischen Markt und der Straße „Am Haag“. Seitdem sind die Schausteller dabei, ihre Diesen Beitrag weiterlesen »
Schausteller
Wenn sich das Leben einfach ergibt
Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier
In Schuberts Nostalgieriesenrad ist es immer noch ein bisschen 1902. Vor 107 Jahren drehte sich das Rad mit den gestreiften Baldachinen zum ersten Mal. Die Kinder lieben es immer noch. Und Familie Schubert liebt ihr Leben.
Foto: news.de
Vierfünfzig. Ein Kind, ein Erwachsener. In Schuberts Nostalgieriesenrad rollen Kinderaugen und Elternherzen noch gemeinsam über den Striezelmarkt in Dresden. Wieder und wieder klimpert Andrea Schubert den Betrag in ihre grob gezimmerte blaue Holzlade, fischt den Fuffziger Wechselgeld raus und erzählt dazu mit ihrer warmen Stimme von den Riesenradschuberts. Diesen Beitrag weiterlesen »
Schaustellermuseum
Ein Leben im Rummel
«Herein spaziert, herein spaziert». Das Markt- und Schaustellermuseum in Essen ist eine Hommage an die Welt der Kirmes. Herz des Museums ist der 83-jährige Erich Knocke, der sein Leben der Schaustellerei gewidmet hat.
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Von außen wirkt das Haus in der Nähe des Essener Hauptbahnhofes unscheinbar. Doch tritt man ein, so tut sich eine wahre Wunderwelt auf: Kirmeskarussells, Karussellpferde, Orchestrien, Zugmaschinen, Spielautomaten, Drehorgeln, Rückenklaviere, Marionetten, alte Marktkarren und Marktutensilien aller Art. Es ist unglaublich, welche Fülle an Exponaten das Markt- und Schaustellermuseum präsentiert. «Ziemlich alles, was es mal gegeben hat, haben wir», sagt Erich Knocke, der sie zusammengetragen hat. Diesen Beitrag weiterlesen »








































